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joachim raffelNach klassischem Klavierunterricht und ersten inspirierenden Erfahrungen mit afroamerikanischer Musik durch das Begleiten des Schulchores bei einem Gospelprogramm beschritt Joachim Raffel seinen Weg zum Jazz.
   
Von 1987 bis 1992 studierte er Jazz Piano am Konservatorium in Hilversum/NL  (Musikdepartment der „Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten“). Seine Lehrer waren Henk Elkerbout, Frans van Dalen und William Lustig.
Nach seinem Examen erhielt er ein Stipendium zur Teilnahme am „Bob Brookmeyer/Bill Dobbins Composers Workshop 1993-95“ an der Musikhochschule Köln. Beim Abschlusskonzert der zweijährigen Masterclass wurde sein Big-Band-Debüt „The Way – Reflections On A Theme For Jazz Orchestra“ uraufgeführt.

Dreimal wurde Joachim Raffel Preisträger des Wettbewerbs „Jazzpodium Niedersachsen“:  1997 wurde sein Quintett preisgekrönt, 1998 seine Big Band, das „Joachim Raffel Large Ensemble“, und 2000 sein Sextett. Er veröffentlichte als Bandleader, Pianist und Komponist bislang sechs CDs, darunter ein Live-Album, und ist auf verschiedensten weiteren Alben als Pianist, Percussionist und Arrangeur vertreten. Kompositionen von ihm wurden u.a. vom Jazzorchester Niedersachsen und der Big Band Blechschaden unter der Leitung von Maria Schneider gespielt.


raffel-vitaNeben der Arbeit mit verschiedensten Besetzungen unter eigenem Namen ist Joachim Raffel Mitglied des Milli Häuser Oktestras um die Bochumer Komponistin und Sängerin Milli Häuser und des Quartetts von Soleil Niklasson, der ehemaligen Background-Sängerin von Rod Stewart. Mit Laia Genc gibt er als „Grand Jazz Piano Duo“ Konzerte an zwei Flügeln. Das Motto „Are You Me – Or Am I You?“.

Als Percussionist war Joachim Raffel in Performances wie „momentum indeterminum“ mit dem belgisch-amerikanischen Gitarristen Steve Gibbs und den Tänzern Milton Paulo und Javier Suarez zu hören, außerdem 2006/2007 in der  Theaterproduktion „Shockheaded Peter“ am Stadttheater Münster.
Im Trio „KlaRaMo“ mit Jan Klare und Alex Morsey zelebrierte er die Musik Ornette Colemans an indischem Harmonium und Percussion, mit der Formation „Boogaloop“ gestaltete er groovende elektronisch-akustische Events, mit „LoLou“ entwarf er eine völlig neue Perspektive auf die Musik Kurt Weills.


Joachim Raffel ist Dozent für Jazz Piano und Ensemblespiel am Fachbereich Musik der Universität Osnabrück.